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Blank Kunsthandwerk
  • 1955-1989

    Die Faltenrockengel kommen nach Grünhainichen.

Halbautomatendreherei ca. 1958. Produktion von Drehteilen im damaligen Standort Chemnitzer Straße 5 in Grünhainichen, wo bis April 1994 produziert wurde.

Neuer Fassondrehautomat KNOHOMA. Im Bild v.l.n.r. Georg Beyer mit den Meistern Claus Grämer, Wolfgang Rothe, Günter Blank und Helmut Schmidt.

Georg Beyers Freund Kurt Lehnert, ein gelernter Kaufmann aus Grünhainichen, half ihm damals und beide gründeten am 01.10.1955 die “Heimatkunst Kurt Lehnert KG, Grünhainichen“, in der Engel und Schachfiguren hergestellt wurden. Kurt Lehnert übernahm die kaufmännische Leitung und Georg Beyer war technischer Direktor. Das Unternehmen blühte sehr schnell auf und hatte schon bald wieder über 100 Beschäftigte.

Im Jahre 1972 wurde die „Heimatkunst Kurt Lehnert KG“ verstaatlicht und 1976 wurde Georg Beyer, der stets auf Konfrontationskurs zum SED-Regime war, wiederum entlassen. Nach einem Gerichtsurteil wurde er zwar wieder eingestellt, jedoch nicht in seiner alten Position als technischer Direktor. Als letzte Arbeit in seinem Unternehmen musste er Filzblättchen auf die von ihm entwickelten Schachfiguren aufkleben. Damit hatte man ihn endgültig gebrochen. Er starb 1985 im Alter von 81 Jahren nach langer, schwerer Krankheit.

Doch das Werk Georg Beyers war nicht ganz verloren. Christine Blank, seine Tochter, arbeitete nach ihrer Ausbildung in der Gewerbeschule Grünhainichen an der Seite ihres Vaters als technische Zeichnerin in den „Kunstgewerbewerkstätten Olbernhau“ und später auch in der „Heimatkunst Grünhainichen Kurt Lehnert KG“. Auch Schwiegersohn Günter Blank war bereits seit der Gründung der „Heimatkunst“ mit im Unternehmen tätig. Nach seiner Meisterprüfung 1962 zum Holzspielzeughersteller bildete er neben seiner Tätigkeit als Bereichsleiter viele Lehrlinge aus.
1980 übernahm Günter Blank einen kleinen Handwerksbetrieb in Hennersdorf – ein kleiner Ort am Fuße der Augustusburg – der unter dem Namen „Günter Blank – Kunstgewerbliche Erzeugnisse“ geführt wurde.

Der zarte Klang der patentierten Glasglöckchenpyramide ist unverwechselbar.

Die Bedingungen in Hennersdorf waren sehr schlecht und kurze Zeit später sollte das Gebäude für eine andere Nutzung freigemacht werden. So entschied sich Günter Blank an der „Wiege der Engel“ in Grünhainichen, am Schrebergarten 1, ein neues Betriebsgebäude zu errichten.
Bereits 1982 konnte es bezogen werden und die Herstellung der bekannten Glöckchenpyramide konnte weitergeführt werden. Die Engel hierzu wurden vom VEB (ehemals „Heimatkunst“) meist nur zum Export zugeteilt, da die Kapazitäten im VEB begrenzt waren und für den Handel in der DDR blieb meist nichts übrig.
Kurz vor der Wende hatte der Betrieb zwölf Beschäftigte. Unter ihnen war auch Uwe Blank, der zweite Sohn der Familie Blank, der 1983 in der bereits dritten Generation in das Unternehmen eintrat und 1986 seine Prüfung als Holzspielzeugmachermeister in Seiffen bestand.

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